Content-Management-System (CMS)

Was ist ein CMS ?

Ein Content-Management-System (kurz: CMS, übersetzt: Inhaltsverwaltungssystem) ist ein System, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung von Inhalt, bestehend aus Text- und Multimedia-Dokumenten, ermöglicht und organisiert, meist für das World Wide Web. Ein Autor kann ein solches System auch ohne Programmier- oder HTML-Kenntnisse bedienen. Der darzustellende Informationsgehalt wird in diesem Zusammenhang als Content (Inhalt) bezeichnet.  (Zitat Wikipedia)

Clientseitiges CMS

karte_Internet_endClientseitiges CMS gibt es schon lange. Bekannte Vertreter dazu sind FrontPage (Microsoft), NetObjects Fusion und natürlich Dreamweaver (Adobe). Hier wird über ein auf dem PC installierten Designer-Programm mehr oder weniger validen HTML Code generiert und anschliessend mit einem Upload-Programm (meist FTP) die fertigen Daten auf den Internet Server transferiert.

Grundsätzlich keine schlechte Sache, insbesondere bei einfachen Arbeiten und sich wiederholenden Standardanwendungen eine zeitsparende Anwendung. Bei Dreamweaver sind zusätzliche Funktionen so ausgereift, dass sogar die Puristen unter den Programmierern gerne sowas verwenden und z.B. Codeschnipsel usw. damit verwalten und anwenden können.

Vorteil:

Da relativ schlank nur die Daten einer Website auf den Server geladen werden und die einzelnen Seiten statische HTML Seiten sind und standardmässig keine Datenbank verwenden, ist der Seitenaufbau schnell.

Nachteil:

Programm-Installation auf jedem Rechner notwendig, aktuelle Datenverwaltung somit dezentral und mit Mehraufwand verbunden. Technisch veraltetete Design-Generierung über Tabellen-Layout. Abhängigkeit von der Produktentwicklung einer Firma und kostenpflichtig.

Serverseitiges CMS

Wenn von "CMS" die Rede ist, wird allermeist diese Variante gemeint. Die ganze Installation ist auf dem Server, da wo der Besucher der Webseite seine Daten auch bekommt. Die Systeme funktionieren alle nach dem gleichen Muster (Ausnahmen einfacher Systeme gibt es): Das Gerüst, die Programmstruktur und das Design sind in einem Datenordner mit Subordnern verwaltet. Die eigentlichen Daten dagegen in einer Datenbank.

Vorteile:

karte_serverDieser Hauptunterschied zu statischen Webseiten, die Trennung von Inhalt und Design hat vom Handling beim Erstellen der Website entscheidende Vorteile: Änderungen des Designs sind einfacher global zu realisieren und können für die ganze Webseite oder Teilbereiche mit wenig Aufwand umgesetzt werden. Die Datenpflege anderseits beschränkt sich dann nur noch auf diese und so sind ganze Redaktions-Systeme mit einem einheitlichen, gleichbleibenden Design einfacher  zu bewerkstelligen. Wer nur die Inhalte pflegt, braucht sich nicht um das Design zu kümmern und anderseits kann der Webdesigner sicher sein, dass durch die beschränkten redaktionellen Rechte am Design nicht herumgeschraubt wird.

Nachteil:

da die einzelnen Seiten jeweils aus Design und  Inhalt zusammengesetzt werden, ist der Seitenaufbau etwas langsamer. Dies kann allerdings durch einen Cache-Speicher (dabei werden die Seiten fertig zwischen-gespeichert) elegant umgangen werden. 

Erweiterungen, Module, Plugins

Die Installation eines CMS (hier sind einfachheitshalber nur serverseitige CMS gemeint) ist relativ einfach und beinhaltet die Grundfunktionen wie:

  • Einzelne Inhaltseiten erstellen, bearbeiten, löschen
  • Bilderverwaltung, Bildintegration in Seiten
  • Kontaktbereich - einfaches Kontaktformular, Mailkontakt
  • Registrierung, Anmeldung von Benutzern - registriert (z.B. Kunden, Shopbereich, usw.), Moderator (erweiterte Nutzung), Administrator (alle Funktionen)

Um nun erweiterte Funktionalität zu erlangen sind diese CMS Lösungen mit Modulen und Plugins erweiterbar. Dabei ist die Zahl dieser Erweiterungen ganz unterschiedlich. Die populärsten Systeme (Typo3, Drupal, Joomla! und Wordpress) verfügen über hunderte, ja tausende solcher Programmteile und damit sind für fast jede Anwendung mehrere mögliche Varianten vorprogrammiert erhältlich.

Die Wichtigsten davon sind:

  • Designs, sogenannte Templates, welche das Aussehen einer Webseite bestimmen
  • Blog, Gästebuch, Chat, Forum, Benutzerverwaltung
  • Wiki, Daten-Download, Mediensammlung, E-Shop, PaPal
  • Fotogalerie, Video- und Audio Galerie - Integration in Inhalten, Modulen usw.
  • und dazu eine schier unüberschaubare Anzahl von irgendwelchen Spezialanwendungen

Es muss aber gleich gesagt werden: wie überall gibt es auch bei den Modulen/Plugins Perlen und Glas, geniale Programmteile und Schrott! Solid programmierte Erweiterungen lassen sich problemlos integrieren, andere verursachen Störungen oder halten schlicht nicht das, was man sich erhofft und machen Mehrarbeit notwendig. Manche sind international und somit auch mit Sprachdateien Deutsch, Französisch, Italienisch usw. ausgestattet, Andere nur englisch erhältlich. Die erforderliche Anpassung ist jedoch möglich und bei einfachen Tools ohne viel Aufwand möglich. Bei den Erweiterungen durch Module und Plugins zeigt sich die Stärke des CMS - sinnvolle und integrierende Lösungen sind nicht bei allen Projekten eine Sebstverständlichkeit. Joomla darf hier für den deutschen Sprachraum als führend bezeichnet werden.

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